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Vereinigung der Freunde und Förderer des Stoltze-Museums
Frankfurt am Main
Aber Friedrich Stoltze war mehr als ein Mundartautor, der in seinen Gedichten und Erzählungen das Lebensgefühl im alten Frankfurt eingefangen hat. Er war vor allem ein kritischer Journalist, ein Demokrat und Republikaner, der sich in einer Zeit, in der die Meinung des Bürgers und Untertanen nicht gefragt war, klar und eindeutig zu seiner Haltung bekannte. Ihm, dem politischen Querdenker, ist das Stoltze-Museum der Frankfurter Sparkasse in erster Linie gewidmet. Am 21. November 1978, Stoltzes 162. Geburtstag, konnte das Stoltze-Museum, das von der Frankfurter Sparkasse finanziell getragen und von der Vereinigung der Freunde und Förderer des Stoltze-Museums e.V. ideell unterstützt wird, eröffnet werden. Dem Förderverein gehören u.a. Historiker, Museums- und Institutsleiter an, die bei der Programmgestaltung beraten, Kontakte zu Leihgebern herstellen und bei der Ausstellungsgestaltung helfen. Über Spendenmittel fördert die Stoltze-Vereinigung beispielsweise besondere Veranstaltungen oder den Ankauf von Stoltziana. Zweck des Vereins ist es, die Stoltze-Forschung sowie die Pflege der Frankfurter Mundart, insbesondere der Mundartdichtung - auch in ihrer sozialgeschichtlichen Relevanz - zu unterstützen und zu fördern; die Institution Stoltze-Turm als Wahrzeichen und Sammelpunkt Frankfurter Mundartpflege und -dichtung ins Bewusstsein der Frankfurter Bevölkerung zu rücken und die Kooperation mit gleichgerichteten Institutionen zu pflegen. Ungewöhnlich ist nicht nur die Trägerschaft des Stoltze-Museums, auch durch seine originelle Architektur fällt es aus dem üblichen Rahmen. Untergebracht ist das Stoltze-Museum der Frankfurter Sparkasse in einem denkmalgeschützten Treppenturm aus dem 16. Jahrhundert, der für sich genommen schon eine Sehenswürdigkeit ist.
In zahlreichen Sonderausstellungen, die das Stoltze-Museum im zum Turm gehörenden Kabinettzimmer zeigt, wurden und werden besondere Aspekte aus Stoltzes Werken näher untersucht. Die bisherigen Ergebnisse der Arbeit des Stoltze-Museums lassen sich in zahlreichen Ausstellungsbegleitheften und zwei Sammelbänden nachlesen. Neben zahlreichen Texten aus Stoltzes Feder und sie ergänzenden Karikaturen, die mehr als einhundert Jahre nach dem Tod des Schriftstellers durch ihre zeitlose Aktualität verblüffen, zeigt das Stoltze-Museum eine Reihe von persönlichen Erinnerungsstücken und Möbel aus Stoltzes Nachlass, darunter die Chaiselongue aus seinem Arbeitszimmer, auf der ruhend der Autor viele seiner literarischen Werke konzipiert hat. Das Stoltze-Museum der Frankfurter Sparkasse ist montags, dienstags, donnerstags und freitags von 9:30 bis 17:00 Uhr sowie mittwochs von 9:30 bis 20:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Kostenlose Gruppenführungen bis maximal 25 Personen sind nach Vereinbarung möglich.
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