Kumar, Anant

Anant Kumar, geboren 1969 in Motihari/Bihar (Indien), lebt in Kassel und ist Autor deutschsprachiger Erzählungen. Der Sohn einer indischen Lehrerfamilie studierte von 1991 bis 1998 an der Gesamthochschule Kassel (GHK) Germanistik und schloss sein Studium mit einer Magisterarbeit über Alfred Döblins Epos „Manas“ ab. In seiner Literatur versucht Kumar die Erfahrungen eines Fremden in der deutschen Gesellschaft mit der indischen Kultur zu verbinden. Anant Kumar ist Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller (VS) und der Literaturgesellschaft Hessen. Bereits seit einigen Jahren tritt Kumar regelmäßig an Schulen und in Justizvollzugsanstalten auf. An nordamerikanischen Hochschulen und in der EU führt Kumar regelmäßig Schreibwerkstätten und Poetry-Workshops durch.

Erstveröffentlichung: „Fremde Frau – Fremder Mann. Ein Inder dichtet in Kassel“ (Schweinfurt 1997); danach weitere Sammlungen mit Gedichten und Prosa, z.B. „Kasseler Texte“, Gedichte, Kurzgeschichten, Beobachtungen, Glossen, Skizzen, Reflexionen (Schweinfurt 1998); „Drei Kilo Hühner. Grotesken, Glossen, Satiren“ (Leipzig 2005), „Zeru. Eine siebentägige Geschichte“ (Schweinfurt 2005) und zuletzt „FRIDO – Eine Deutsche Stimme“ (Rudolstadt 2013).
Anant Kumar erhielt u.a. folgende Auszeichnungen: Poeticus-Kurzgeschichten-Preis, Spittal an der Drau (2003), Förderstipendium der Sylt-Quelle, Rantum (2003) und Gastdozentur „Adjunct Visiting Lecturer II“, Sommerschule Taos, The University of New Mexico in consortium with California State University Long Beach (2013).