Rheinsberg, Anna

Anna Rheinsberg, geboren 1956 in Berlin-Hermsdorf. Sie wuchs in Berlin-Frohnau bei Mutter und Großmutter auf, ab 1963 in der Nähe von Hannover. Studium der Germanistik und Volkskunde an der Philipps-Universität Marburg. 1979 gründete Rheinsberg zusammen mit anderen Studentinnen die Marburger Frauenzeitung „Spinatwachtel“. Seit dieser Zeit gehört sie zu den literarischen Protagonistinnen der Frauenbewegung in der Bundesrepublik. 1984–1988 gestaltete sie im Frauenfunk des Hessischen Rundfunks die monatliche Sendung „Schreibwerkstatt – Texte von Frauen“. 2006–2008 war sie Mitarbeiterin bei dem freien Sender Radio Unerhört Marburg. Neben selbständigen Veröffentlichungen schreibt die Autorin für eine Vielzahl von Frauenzeitschriften und Tageszeitungen. Sie gehörte zum Umkreis der Alternativliteratur und arbeitete für Radio und Fernsehen. Zusammen mit anderen AutorInnen hat sie Anthologien herausgegeben. Gedichte und Geschichten Rheinsbergs wurden in andere Sprachen übersetzt.

Erstveröffentlichung: „Marlene in den Gassen“, Gedichte (Kassel und Hamburg 1979). Weitere Veröffentlichungen in den Genres Lyrik, z.B. „Mit dem Hund geh’n“, Gedichte (Berlin 2012); Prosa, z.B. „Schau mich an“, Roman (Hamburg 2000), „Basco. Eine Liebesgeschichte“ (Hamburg 2004) und „Das grüne Kleid. Ein Reigen“ (Hamburg 2011).
Sie erhielt ein Stipendium des Deutschen Literaturfonds Darmstadt und war erste Trägerin des Renate Chotjewitz-Häfner-Preises (2011).