Schenk, Dieter

Dieter Schenk, geboren 1937 in Frankfurt am Main, lebt in Schenklengsfeld. Von 1963 bis 1971 arbeitete Schenk im Hessischen Landeskriminalamt Wiesbaden. Von 1971 bis 1972 studierte er an der Polizeiführungsakademie. Von 1973 bis 1979 leitete er die Kriminalpolizei im Polizeipräsidium Gießen. Anschließend wirkte er von 1980 bis 1988 als Kriminaldirektor in der Stabsstelle Interpol des Bundeskriminalamtes Wiesbaden. 1989 verließ er das BKA wegen unüberbrückbarer Differenzen und wurde 1992 Gründungsmitglied der Koordinationsgruppe Polizei bei Amnesty International. 1991 gründete er (zusammen mit Hans See) die Bürger- und Menschenrechtsorganisation Business Crime Control e.V. (BCC) und die Vierteljahreszeitschrift „Big Business Crime“. Bis 2006 war er stellvertretender BCC-Vorsitzender. Seit 1993 forscht Schenk auf dem Gebiet des Nationalsozialismus. Seit 1998 ist er zudem Honorarprofessor der Universität ?ód?/Polen. Bis 2001 war Schenk Mitglied und im Vorstand der Bundesarbeitsgemeinschaft kritischer Polizistinnen und Polizisten. Neben zahlreichen Publikationen zu Fragen der Justiz und zum Nationalsozialismus war er auch schriftstellerisch tätig.

Erstveröffentlichung: „Der Durchläufer“, Roman (Frankfurt/M. 1978). Weitere Publikationen u.a. „Der Wind ist des Teufels Niesen. Die Geschichte eines jungen Zigeuners“ (Reinbek 1988), „BKA. Die Reise nach Beirut. Ein politischer Tatsachenroman“ (Reinbek 1990), „Der weiße Elefant. Ein Roman aus dem diplomatischen Dienst in Afrika“ (Reinbek 1995) und „Wie ich Hitler Beine machte. Eine Danziger Polin im Widerstand“, Jugendbuch (München 2003).
Dieter Schenk erhielt u.a. folgende Auszeichnungen: Bundesverdienstkreuz am Bande (1988), Ehrenbürgerschaft der Stadt Danzig (2002) und Fritz-Bauer-Preis der Humanistischen Union (2003).