Mon, Franz

Franz Mon, 1926 in Frankfurt am Main geboren (eigentlich: Franz Löffelholz), studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie. Ab 1956 Verlagslektor, gründete er 1962 den Typos-Verlag (zusammen mit Ernst Jandl), arbeitete ab 1970 auch für den Rundfunk und nahm bis 2000 Lehraufträge im Bereich Grafik/Design u.a. in Offenbach wahr. Sein Werk umfasst Gedichte, Prosastücke, visuelle Poesie, Hörspiele, Essays: Immer geht es um Sprache in ihren vielfältigen Ausdrucksformen und Spielarten.

Theoretische Schriften wie „Zur Poesie der Fläche“, „Texte in den Zwischenräumen“ (beide 1966) und „Buchstabenkonstellationen“ (1967) sind wichtige Beiträge zur Etablierung der Konkreten Poesie. Die theoretische Beschäftigung mit experimentellen und intermedialen Entwicklungen in Literatur, Kunst, Architektur und Musik ergab den Sammelband "movens" (hg. zusammen mit Walter Höllerer und Manfred de la Motte, Wiesbaden 1960). Die Verzweigung der poetischen Arbeiten in verbale, visuelle und akustische Facetten gewann seit Anfang der 60er Jahre weiter an Kontur. Eine theoretische Fokussierung auf das Phänomen Collage stützte sich auf frühe Montagen mit Zeitungstexten. Sie wurden seit 1963 in Gruppen- und Einzelausstellungen im In- und Ausland gezeigt. Zu seinen wichtigsten Werken gehören neben zahlreichen Hörspielen, Essays und Collagen u.a. der Lyrikband „artikulationen“ (Pfullingen 1959), „herzzero“ (Neuwied und Berlin 1967), „Nach Omega undsoweiter“ (Spenge 1992) sowie „Freiflug für Fangfragen“ (Wien 2004).
Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt. Die Stadt Frankfurt am Main hat Mons Leistung 2003 durch die Verleihung der Goethe-Plakette gewürdigt.