Kenneweg, Friederike

Friederike Kenneweg, geboren 1980 in Göttingen. 1985 Umzug nach Berlin. 2000-2006 Studium der Angewandten Theaterwissenschaft in Gießen. Seit 2006 freiberufliche Künstlerin in den Bereichen Sounddesign, Musik, Theater und Text.
Schreibt zumeist kurze Prosa und bloggt unter www.frintze.wordpress.com über Beobachtungen, Begegnungen – manchmal auch mit Büchern – und über ihre persönlichen Sounds der Woche.

Von August bis September 2018 ist sie Land in Sicht-Stipendiatin in der Barockstadt Bad Arolsen.

Dort will sie sich, inspiriert u.a. von der örtlichen Tinnitus-Klinik, insbesondere mit den Klanglandschaften Bad Arolsens auseinandersetzen. „Bad Arolsen ist für mich Neuland – ich war vorher noch nicht dort“, sagt Friederike Kenneweg. „Ich habe vor, mich besonders der dortigen Geräuschwelt zu widmen und darüber Texte zu schreiben,  und ich bin sehr gespannt, was ich in den zwei Monaten, die das Stipendium dauert, dort entdecken werde“. Ein ähnliches Projekt setzte sie von 2012 bis 2014 auf ihrem Blog um: Kenneweg sammelte besondere Geräusche und verwandelte diese in Anekdoten und Miniaturen, um sie ihren Leser*innen vor das innere Ohr zu rufen. So sollen auch in Bad Arolsen nun kleine Texte über die Geräusche, Atmosphären und Klanglandschaften entstehen.

Mit den Bewohner*innen Bad Arolsens plant die Autorin auch einen Hörspaziergang, bei dem die Teilnehmer nicht sprechen dürfen und bei dem gemeinsam in der Gruppe verschiedene, besonders klingende Orte aufgesucht werden: „eine halb gesteuerte, halb dem Zufall überlassene Spaziergangs-Klang-Komposition“, so Friederike Kenneweg.

Veröffentlichung: „Geschichten aus der Winterhand“ (Ranis 2008).
Preisträgerin des Jungen Literaturforums Hessen-Thüringen in den Jahren 2001, 2005 und 2006. Stadtschreiberin von Ranis 2007/2008, Prag-Stipendium des Hessischen Literaturrates 2011, Stipendiatin des Residenzprogramms „George Sand – Frédéric Chopin“ der Stiftung Genshagen 2013.