Zingler, Peter

Peter Zingler, geboren 1944 in Chemnitz. Er verbrachte über ein Jahrzehnt als Berufseinbrecher in Gefängnissen mehrerer Länder. Während seiner letzten Haftzeit im offenen Vollzug in der JVA Dieburg begann er zu schreiben. Zunächst für die Gefängnisliteratur typische erotische Geschichten, die auch in „Penthouse“ und „Playboy“ erschienen. Gefördert wurde er 1985 durch die Gründer der Romanfabrik. Ab 1985 war er als Journalist für verschiedene Zeitschriften tätig. Inzwischen gehört er zu den erfolgreichsten Drehbuchautoren für Fernsehkrimis, vor allem aus der Reihe „Tatort“. Er lebt in Frankfurt am Main.

Erstveröffentlichung: „Notizen aus der Mülltonne. Gedanken, Gedichte, Geschichten zum Strafvollzug und dem Vorher – Nachher“ (Mainz 1983). Weitere Publikationen, u.a.: „Tod in Kingston“, Roman (Frankfurt/M. 1984); „Die Seuche“, Roman (Frankfurt/M. 1989); „Männer, die nach Liebe suchen. Erotische Geschichten“ (Frankfurt/M. 2011). Zuletzt erschienen: „Der Puff-Poet“ (Frankfurt/M. 2011).
Peter Zingler wurde ausgezeichnet mit dem Ingeborg-Drewitz-Literaturpreis für Gefangene (1989) und mit dem Adolf-Grimme-Preis für das Drehbuch zum ORF-Tatort „Kinderspiel“ (1993).