Holbein, Ulrich

Ulrich Holbein (Pseudonyme: Uriel Bohnlich, Heino Brichnull, Heinrich Bullo, Lili Chonhuber), geboren 1953 in Erfurt). Die Familie ging 1957 nach Westdeutschland, wo sie zunächst in der Nähe von Kaiserslautern und anschließend in Kassel lebte. Ulrich Holbein besuchte in Kassel ein Wirtschaftsgymnasium und ab 1972 eine Fachschule für Sozialpädagogik in Darmstadt. 1974 bis 1975 absolvierte er ein Praktikum in einem Jugendheim in Bad Hersfeld. Anschließend studierte er an der Hochschule für bildende Künste in Kassel freie Malerei. Er jobbte u.a. als Hilfspfleger und begann mit dem Verfassen von Beiträgen für Zeitungen und Literaturzeitschriften. Seit 1977 ist er freier Schriftsteller und lebt in einer Kate zurückgezogen mit der Komponistin Viera Janárceková in dem zur Gemeinde Homberg (Efze) gehörenden Ortsteil Allmuthshausen im nordhessischen Knüllgebirge.

Erstveröffentlichung: „Samthase und Odradek – Versuche“, (Frankfurt/M. 1990). Nach zahlreichen weiteren Prosa-Arbeiten erscheint der Roman „Isis entschleiert“ (Heidelberg 2000), der gänzlich aus Literaturzitaten montiert ist. Weitere Veröffentlichungen: „Narratorium. 255 Lebensbilder“ (Zürich 2008), „Bitte umblättern. Einhundertelf Appetithäppchen“ (Berlin 2010). Zuletzt erschienen: „Mehr Grün! Ein Dschungelbuch zwischen Kahlschlag und Stadtbegrünung“ (Klein Jasedow 2014).
Ulrich Holbein erhielt u.a. folgende Auszeichnungen: Ernst-Robert-Curtius-Förderpreis für Essayistik (1986), Hugo-Ball-Preis (1993) und den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor (2012).