Krechel, Ursula

Ursula Krechel, geboren 1947 in Trier. Nach der Volksschule in Trier-Heiligenkreuz von 1954 bis 1958 besuchte sie das Neusprachliche Gymnasium für Mädchen (heute Humboldt-Gymnasium) in Trier, das sie 1966 mit der Reifeprüfung abschloss. Ab dem Wintersemester 1966/67 studierte sie Germanistik, Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität Köln, 1972 Promotion über Herbert Ihering. Von 1969 bis 1972 war sie Dramaturgin an den Städtischen Bühnen Dortmund. Ab 1972 lebte sie als freie Schriftstellerin im Frankfurter Westend, wo sie u.a. eine Freundschaft mit Helga M. Novak und Klaus Roehler verband. Ursula Krechel ist mit Herbert Wiesner, dem ehemaligen Leiter des Berliner Literaturhauses, verheiratet und lebt in Berlin. Sie ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland und seit 2012 der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Seit den achtziger Jahren hat Ursula Krechel vielfach gelehrt; sie war u.a. Gastprofessorin an der Warwick University/England, 1991 war sie writer-in-residence an der Washington-University St. Louis/USA, 1997/98 und 1999 Gastprofessorin am Deutschen Literaturinstitut der Universität Leipzig. Seit 2009 leitet sie wieder die Werkstatt Prosa des Literarischen Colloquiums Berlin.

Erstveröffentlichung: „Erika“, Bühnenstück (Frankfurt/M. 1974). Es folgten zahlreiche weitere Veröffentlichungen in allen literarischen Genres, z.B. „Liebes Stück“ (Theaterstück Frankfurt/M. 2002); „Zweite Natur“, Gedichte (Darmstadt u.a. 1981), „Jäh erhellte Dunkelheit“, Gedichte (Salzburg/Wien 2010); „Der Übergriff“, Erzählung (Salzburg/Wien 2001); „Shanghai fern von wo“, Roman (Salzburg/Wien 2008), „Landgericht“, Roman (Salzburg/Wien 2012); „Mit dem Körper des Vaters spielen“, Essays (Frankfurt/M. 1992).
Ursula Krechel wurde u.a. ausgezeichnet mit Elisabeth-Langgässer-Literaturpreis (1997), dem Joseph-Breitbach-Preis (2009) und dem Deutschen Buchpreis (2012).