Kenneweg, Friederike

Kenneweg, Friederike

Friederike Kenneweg ist Sound Designerin und Autorin. Ihr Interessenschwerpunkt sind die Schnittstellen zwischen Musik, Klang, Stimme, Sprache, Schrift. Sie studierte Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen, u.a. bei dem Komponisten Heiner Goebbels. Als Sound Designerin hat sie sich auf Hör- und Sprachcollagen spezialisiert und arbeitete u.a. für den Mousonturm in Frankfurt und das Gorki Theater in Berlin. Außerdem schreibt Friederike Kenneweg journalistisch über Literatur und über (Neue) Musik, verfasst Hörspiele und Radiobeiträge und widmet sich der hintergründigen Kurzprosa.

Friederike Kenneweg war 2011 zu Gast in Prag/ Tschechien. Von August bis September 2018 ist sie Land in Sicht-Stipendiatin in der Barockstadt Bad Arolsen.

Dort will sie sich, inspiriert u.a. von der örtlichen Tinnitus-Klinik, insbesondere mit den Klanglandschaften Bad Arolsens auseinandersetzen. „Bad Arolsen ist für mich Neuland – ich war vorher noch nicht dort“, sagt Friederike Kenneweg. „Ich habe vor, mich besonders der dortigen Geräuschwelt zu widmen und darüber Texte zu schreiben,  und ich bin sehr gespannt, was ich in den zwei Monaten, die das Stipendium dauert, dort entdecken werde“. Ein ähnliches Projekt setzte sie von 2012 bis 2014 auf ihrem Blog um: Kenneweg sammelte besondere Geräusche und verwandelte diese in Anekdoten und Miniaturen, um sie ihren Leser*innen vor das innere Ohr zu rufen. So sollen auch in Bad Arolsen nun kleine Texte über die Geräusche, Atmosphären und Klanglandschaften entstehen.

Mit den Bewohner*innen Bad Arolsens plant die Autorin auch einen Hörspaziergang, bei dem die Teilnehmer nicht sprechen dürfen und bei dem gemeinsam in der Gruppe verschiedene, besonders klingende Orte aufgesucht werden: „eine halb gesteuerte, halb dem Zufall überlassene Spaziergangs-Klang-Komposition“, so Friederike Kenneweg.

Sie war Preisträgerin des Jungen Literaturforums Hessen-Thüringen, 2007/ 2008 Stadtschreiberin der Stadt Ranis in Thüringen. Im Jahr 2013 wohnt sie im April und Mai gemeinsam mit einem französischen und einem polnischen Künstler mit einem Stipendium der Stiftung Genshagen auf dem dortigen Schloss. 2011 war Friederike Kenneweg Stipendiatin des Hessischen Literaturrates in Prag.