Navakas, Kęstutis

Navakas, Kęstutis

Kęstutis Navakas zu Gast in Hessen im November 2010.
Kęstutis Navakas ist Dichter, Essayist, Literaturkritiker und Übersetzer. Von 1987 bis 1988 war er Vorsitzender der Jungen Schriftsteller in Kaunas, seit 1993 ist er Mitglied des Litauischen Schriftstellerverbands. Von 1994 bis 1996 arbeitete er als Kulturkolumnist und Literaturkritiker bei den Zeitungen „Kauno diena“ und „Noriu“. Von 1998 bis 1999 besprach er neue Bücher für das litauische Staatsfernsehen. 1996 eröffnete er die Buchhandlung „Sieben Einsamkeiten“, die er bis 2000 leitete. Von 2002 bis 2004 arbeitete er erneut für das litauische Staatsfernsehen. Zur Zeit ist er Mitarbeiter bei der Wochenzeitung „Nemunas“.

Navakas debütierte 1998 mit der Gedichtsammlung „Krintantis turi sparnus“ („Ein Fallender hat Flügel“). In den folgenden Jahren veröffentlichte er weitere Gedichtbände, eine Essaysammlung sowie einen humoristischen Gedichtband. Navakas hat neben zahlreichen Bühnenstücken und Librettos auch Lyrik aus dem Deutschen und anderen Sprachen übersetzt (darunter Walther von der Vogelweide, Else Lasker-Schüler, Ernst Jandl, Edgar Allan Poe, George Gordon Byron und Aloysius Betrand). Seine eigenen Gedichte wurden ins Englische, Deutsche, Schwedische, Russische und ins Georgische sowie in andere Sprachen übersetzt.
2006 erhielt Navakas den Nationalpreis für Kultur und Künste und den Julijonas Lind?-Dobilas-Preis.