Brüder-Grimm-Gedenkstätte im Schloss zu Steinau

Die neu gestaltete Dauerausstellung im Schloss zu Steinau erzählt die Lebensgeschichte der Brüder Grimm in chronologischer Folge. Ein großer Teil der Ausstellung widmet sich dem bekanntesten Werk der Brüder Grimm: den „Kinder- und Hausmärchen“.

Schloss Steinau, Im Schloss 3, 36296 Steinau a.d. Straße
Geöffnet dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr
Erwachsene 4,00 Euro
Kinder 1,50 Euro
Ermäßigungsberechtigte / Gruppen 3,50 Euro
Familien 8,00 Euro

Führungen auf Anfrage, bitte rufen Sie an unter 06 66 3 / 68 43

Im Schloss zu Steinau an der Straße wurde schon 1985 eine Brüder Grimm-Gedenkstätte mit bedeutenden Exponaten aus den Sammlungen der Verwaltung der Schlösser in Bad Homburg v.d.H. (insbesondere aus dem Nachlass von Marko Plock, einem Nachfahren Wilhelm Grimms) eingerichtet, die bis 2015 dort zu sehen war. Da die bisher im Steinauer Schloss präsentierten
historischen Möbel, Skulpturen und Wandteppiche aus der Kasseler Löwenburg, deren Wiedereröffnung nach langjähriger Renovierung bevorsteht, wieder an ihren Ursprungsort zurückgekehrt sind, bot sich die Möglichkeit, die Attraktivität der Brüder Grimm-Stadt Steinau durch eine erweiterte zeitgemäße Präsentation der Grimmiana im Schloss zu erhöhen. Die Verwaltung der Staatl. Schlösser und Gärten Hessen (Bad Homburg v.d.H.) und die Brüder Grimm-Gesellschaft e.V. (Kassel) haben in den freigewordenen Räumen die in ihrem Besitz befindlichen Exponate für eine erweiterte Gestaltung zusammengestellt und neu präsentiert.

Im ersten Teil der neuen Dauerausstellung im Steinauer Schloss wird die Lebensgeschichte der Brüder Grimm von Hanau und Steinau über Marburg, Kassel und Göttingen bis nach Berlin erzählt, wobei in diese chronologisch angelegte Struktur sowohl die verschiedenen sprach- und literaturwissenschaftlichen Aspekte des Lebenswerkes der Brüder Grimm als auch ihr gesellschaftliches und politisches Engagement (z.B. bei der Protestation der Göttinger Sieben 1837 oder in der Frankfurter Paulskirche 1848) eingefügt werden. Realisiert werden kleinere Kabinette mit historischen Möbeln der Zeit, originalen Ölgemälden und Gebrauchsgegenständen aus der Familie Grimm sowie verschiedene bisher unbekannte und teils noch nie gezeigte Exponate aus privaten Sammlungen. Die Wohn- und Arbeitssituation der Brüder Grimm wird durch diese Art der Präsentation konkret erlebbar gemacht.

Die weiteren Abteilungen der Ausstellung widmen sich ganz dem bekanntesten Werk der Brüder Grimm: den „Kinder- und Hausmärchen“. Zunächst wird die Geschichte der Märchenüberlieferung von der Antike an zwischen Orient und Okzident dargestellt. Hier kann man die Vorgängermärchen aus „Tausend und eine Nacht“ oder dem italienischen Sprachkreis nicht nur sehen, sondern auch hören. An diese Abteilung schließt sich eine dramatisch inszenierte „Märchenwerkstatt“ an, in der die mündlichen und schriftlichen Quellen der „Kinder- und Hausmärchen“ näher beleuchtet werden.

In der abschließenden Abteilung können die Besucher vollends in die „Märchenwelt“ eintauchen. Thematisch um das Motiv des „Märchenschlosses“ gruppiert, folgen die Besucher dem Weg des Märchenhelden bzw. der Märchenheldin durch die Handlung, müssen den zerborstenen Zauberspiegel durchdringen und gelangen zum glücklichen Ende in den Thronsaal.

Die Eröffnung der neu gestalteten Dauerausstellung im Schloss zu Steinau erfolgte am 10. August 2015 durch Boris Rhein, Hessischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst; eine Woche später, am 16. August 2015, wurde schon die erste Sonderausstellung mit zeitgenössischen Arbeiten aus Argentinien zu den „Kinder- und Hausmärchen“ präsentiert.

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Schloss Steinau mit Brüder-Grimm-Gedenkstätte
Schloss
61396
Steinau an der Straße
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