Literaturhaus Frankfurt

Literaturhaus Frankfurt

Das Literaturhaus Frankfurt ist ein lebendiger Ort der literarischen Begegnung und der Auseinandersetzung mit den Literaturen, Künsten, Medien und Wissenschaften unserer Gegenwart. Neben Autorenlesungen veranstaltet das Literaturhaus Diskussionsrunden, Symposien, Tagungen sowie Kinderbuch-Sonntage, Schülerlesungen, Schreibwerkstätten und Veranstaltungen für Lehrer.

Seit 2005 befindet sich das Literaturhaus in der neuen, wiedererrichteten Alten Stadtbibliothek, die neben der guten Lage, direkt am Mainufer vielfältige und große Veranstaltungsräume – auch für Vermietungen – bietet. Das Literaturhaus in der Rekonstruktion der Stadtbibliothek von 1825 ist eines der prächtigsten Gebäude für die lebendige Vermittlung der Literatur in Europa.

Neben den klassischen Autorenlesungen und Buchpräsentationen finden regelmäßige Reihen im Literaturhaus statt, bereits seit 2008 steht vierteljährlich das hauseigene Literarische Quartett „Schöne Aussichten“ auf dem Programm, um Hörbuchneuerscheinungen geht es bei „Kopf & Hörer“, einer Kooperation mit hr2-kultur, in der „Qualitätskontrolle“ dreht sich alles um herausragende deutschsprachige Debüts.

Wenn zur Frankfurter Buchmesse der Deutsche Buchpreis verliehen wird, waren die sechs Finalisten bereits im Literaturhaus zu Gast, auch dank der Kooperation mit dem Kulturamt Frankfurt am Main und der Unterstützung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels: Einmalig in der Republik: alle Shortlist-Kandidaten auf einer Bühne. Der Preis der Hotlist wird alljährlich am Buchmessenfreitag im Literaturhaus verliehen und nicht nur zum Mai, wird im hier getanzt, auch zur Messe – immer zum Abschluss des Lesefestivals Open Books.

Das Literaturhaus unterhält zahlreiche Kooperationen mit den Kulturinstitutionen der Stadt.

Zum Abschluss der Poetikdozentur der Johann Wolfgang Goethe-Universität liest beispielsweise der jeweilige Autor im Literaturhaus; in Kooperation mit dem Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main fanden bereits zweimal die „Acht Betrachtungen“ zu Werken des Museums statt, nachzulesen sind die Texte der acht Autoren in den Publikationen des Frankfurter Verlags Henrich Editionen. Zusammen mit dem Historischen Museum Frankfurt und der Stabsstelle Inklusion Frankfurt widmet sich das Literaturhaus seit Dezember 2016 der „Einfachen Sprache“. Unter dem Titel „Frankfurt, deine Geschichte“ verfassen die sechs Autoren Henning Ahrens, Mirko Bonné, Nora Bossong, Olga Grjasnowa, Kristof Magnusson und Alissa Walser literarische Texte zu Ereignissen, Orten oder Museumsstücken aus der Frankfurter Geschichte originär in „Einfacher Sprache“. Zielsetzung ist die Inklusion von allen, von denen mit einem niedrigeren Sprachniveau, mit Lernschwierigkeiten oder Behinderungen, von denen, die die Sprache erst lernen, und denen, die sich für die Frankfurter Geschichte interessieren. Die Abende werden begleitet von Gebärdensprachdolmetschern, ein Pilotprojekt gefördert vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, in Partnerschaft mit dem Netzwerk Inklusion Frankfurt.

Für Kinder und Jugendliche zwischen 3 und 18 Jahren macht das „Junge Literaturhaus“ Programm: Neben den Kinderbuch-Sonntagen gibt es Bastelnachmittage, Lesungen (auch zweisprachig) und Workshops. Jedes Jahr im Herbst veranstaltet das Literaturhaus mit dem „Schreibzimmer“ einen Lyrik- und einen Prosaworkshop für Jugendliche, in denen diese unter Anleitung zweier Autoren eigene literarische Texte verfassen. Für Absolventen des Schreibzimmers besteht die Möglichkeit der Teilnahme am Jungautorenkollektiv „sexyunderground“. Beide Projekte enden jeweils mit einer öffentlichen Lesung. In Zusammenarbeit mit Frankfurter Schulen finden im Rahmen des Projekts „Wörtermeer“ außerdem Veranstaltungen für Schulklassen statt, unter anderem Lesungen, Workshops und Museumsbesuche, immer gemeinsam mit Schriftstellern, Übersetzern oder Comiczeichnern. Förderer des Projekts ist 2017 die Stiftung Polytechnische Gesellschaft.

Das „Kolleg Schöne Aussicht“ ist das Literaturhaus für Lehrer. Für Pädagogen aller Schulformen aus Frankfurt und der Region werden hier neben monatlichen Treffen regelmäßig Workshops, Exkursionen, Lesungen und Unterrichtsbesuche sowie alle zwei Jahre eine ganztägige Tagung organisiert.

Seit März 2017 wird im Literaturhaus Frankfurt Shared Reading angeboten: In zwei Gruppen, einer Gesundheits-Gruppe in Kooperation mit dem Hospital zum Heiligen Geist und einer Community-Gruppe, die allen Interessierten offensteht, treffen sich einmal pro Woche zehn Teilnehmer, um einen Text gemeinsam laut zu lesen und sich über das Gelesene auszutauschen. Das Projekt wird von der Dr. Marschner Stiftung gefördert, Partner in Deutschland ist Böhm & Sommerfeldt | Literarische Unternehmungen.

Das Literaturhaus Frankfurt am Main e.V. ist ein Verein, der allen Interessierten offensteht. Derzeit zählt er ca. 700 Mitglieder. Einige Veranstaltungsreihen des Literaturhauses sind exklusiv ihren Mitgliedern vorbehalten, etwa der monatlich stattfindende Lesezirkel und die Veranstaltung „Mitglieds Heim“.

Seit der Neueröffnung 2005 waren zahlreiche Autoren Gast des Literaturhauses: u.a. Paul Auster, Kirsten Boie, Umberto Eco, Péter Esterházy, Jonathan Franzen, Wilhelm Genazino, Durs Grünbein, Felicitas Hoppe, Bodo Kirchhoff, Alexander Kluge, Michael Krüger, Anke Kuhl, Michael Lentz, Donna Leon, Sibylle Lewitscharoff, Andreas Maier, Friederike Mayröcker, Martin Mosebach, Herta Müller, Péter Nádas, Jacques Palminger, Christoph Ransmayr, Arne Rautenberg, Ralf Rothmann, Axel Scheffler, Ingo Schulze, Shumona Sinha, Peter Stamm, Marlene Streeruwitz, Martin Suter, Martin Walser und Juli Zeh.

HINWEIS: Für die Richtigkeit der Informationen auf dieser Mitgliederseite ist die jeweilige Institution, wie unter „Kontaktdaten“ veröffentlicht, verantwortlich und haftbar.

(0 69) 75 61 84-20
Literaturhaus Frankfurt
Schöne Aussicht 2
60311
Frankfurt am Main
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