Struwwelpeter-Museum

Das neue Struwwelpeter-Museum – Erleb­nis­museum für Erwachsene & Kinder
Mitten im Frankfurter Westend wird die Welt des Struwwelpeters und seines Autors Heinrich Hoff­mann lebendig. In der schön renovierten Villa Schubertstraße 20 eröffnete im Februar 2007 das neue Struwwelpeter-Museum, das aus der Ver­ei­ni­gung der beiden Frankfurter Hoffmann-Museen entstanden ist. Es beherbergt die weltweit größte Sammlung zu Heinrich Hoffmann und dem „Struw­welpeter“. Wichtigste Leihgeber sind die Nach­fah­ren Heinrich Hoffmanns. Wer den humorvollen Doktor Heinrich Hoffmann nä­her kennen lernt, versteht auch seinen ebenso be­liebten wie umstrittenen „Struwwelpeter“ bes­ser. Auf vier Etagen werden Skizzenbücher, Porträts, Zeichnungen, Bücher und Dokumente präsentiert, die Heinrich Hoffmann als liebevollen Familienvater, Arzt, Dichter und kritischen Zeitzeugen des 19. Jahrhunderts vorstellen. Seltene „Struwwelpeter“-Ausgaben, witzige Parodien, Kitsch und Kunst kün­den vom lang anhaltenden Erfolg des Bilder­buchs.
Heinrich Hoffmann (1809-1894) war:

  • praktischer Arzt und ab 1851 Direktor der Frankfurter „Anstalt für Irre und Epileptische“. Sein ärztliches Lebenswerk war der Bau einer psychiatrischen Modellklinik in Frankfurt.
  • ein liberal gesinnter Bürger der Revolutionszeit von 1848. Im Vorparlament der Paulskirche vertrat er seine Heimatstadt Frankfurt.
  • Verfasser literarischer Werke für Erwachsene. Er schrieb romantische Gedichte, zeitkritische Komödien und schwarze Satiren.
  • Verfasser und Zeichner weiterer Kinderbücher, zum Beispiel „König Nussknacker und der arme Reinhold“ (1851).

Die erstaunliche Wirkungsgeschichte des 1845 erschienenen Klassikers der Kinderliteratur dokumentieren seltene Originalausgaben und exotische Übersetzungen von Afrikaans bis Rätoromanisch. Bis heute ist der „Struwwelpeter“ in über 40 Sprachen und mehr als 60 deutsche Dialekte übersetzt worden. Das Buch diente als Inspiration für zahlreiche Nachahmungen und Parodien, den so genannten Struwwelpetriaden. Seit der Revolutionszeit von 1848 begleiten historisch interessante Struwwelpeter-Imitationen, -Parodien und -Karikaturen das Zeitgeschehen und illustrieren die Popularität des Bestsellers. Die pädagogische Kontroverse um eines der umstrittensten Kinderbücher der Welt wird in der Ausstellung ebenfalls auf­ge­griffen. Wechselnde Sonderausstellungen vertiefen jeweils ein Thema und bieten neue Perspektiven auf Hoffmann und sein Werk. Einmal Struwwelpeter sein!

Museumsspaß für Kinder
Mit viel Spaß und Spiel entdecken Kinder im Museum die Geschichten neu. Spiele laden zu einem aktiven Museumserlebnis ein. Mit dem Struwwelpeter-Quiz in der Hand lässt sich die Ausstellung erkunden. Einmal Struwwelpeter sein? Oder lieber Paulinchen? Kein Problem, im großen Spielzimmer findet jedes Kind das passende Kostüm, um sich in seine Lieblingsfigur aus dem „Struwwelpeter“ zu verwandeln. An vielen Sonntagen finden Kindertheater-Aufführungen statt. Ein besonderes Vergnügen ist es, „beim Struw­wel­peter“ einen Kindergeburtstag zu feiern. Für Kindergärten, Schulklassen etc. bietet sich ein Museums­besuch im Rahmen einer Führung an.

Ein einzigartiges Museum – Kultur und Soziales
Museumsträger ist die frankfurter werkgemeinschaft e.V. Die fwg setzt als Sozialwerk für psychisch erkrankte Menschen das reformpsychiatrische Erbe Heinrich Hoffmanns mit zeitgemäßen Mitteln fort. Produkte aus der Werkstatt werden im Museumsladen verkauft. Im Museum arbeiten psychisch erkrankte Menschen – eine einzigartige Verbindung von Kultur und Sozialarbeit.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10:00 – 17:00 Uhr

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