Vereinigung der Freunde und Förderer des Stoltze-Museums e.V.

Die Vereinigung der Freunde und Förderer des Stoltze-Museums e.V. wurde fast zeitgleich mit dem Stoltze-Museum für den populären Frankfurter Schriftsteller aus der Taufe gehoben. Dem Förderverein gehören neben interessierten Bürgern u.a. Historiker sowie Museums- und Institutsleiter an, die bei der Programmgestaltung beraten, Kontakte zu Leihgebern herstellen und bei der Ausstellungsgestaltung helfen. Über Spendenmittel fördert die Stoltze-Vereinigung beispielsweise besondere Veranstaltungen oder den Ankauf von Stoltziana. Zweck des Vereins ist es, die Stoltze-Forschung sowie die Pflege der Frankfurter Mundart, insbesondere der Mundartdichtung – auch in ihrer sozialgeschichtlichen Relevanz – zu unterstützen und zu fördern. 2016 hat der Förderverein maßgeblich zum Gelingen der Veranstaltungsreihe zum 200. Geburtstag Friedrich Stoltzes beigetragen.

„Un es will merr net in mein Kopp enei/ Wie kann nor e Mensch net von Frankfurt sei“, sind die wahrscheinlich bekanntesten und meist zitierten Verse des Frankfurter Mundartdichters und Lokalpatriots Friedrich Stoltze (1816-1891). Dabei war er so viel mehr: Journalist, Satiriker, gesellschaftskritischer Autor, Mitorganisator des ersten Frankfurter Fastnachtsumzugs von 1860 – und vor allem: Ein überzeugter Demokrat. Er hat die wichtigsten politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen des 19. Jahrhunderts miterlebt und kommentiert und nahm sogar persönlich daran teil – etwa beim Hambacher Fest 1832 und an der Revolution von 1848. Die preußische Besatzung Frankfurts im Jahr 1866 zwang ihn für mehrere Monate ins Exil nach Stuttgart und in die Schweiz, und er kehrte erst nach dem Erlass einer Amnestie in seine Heimatstadt zurück. Auch die Reichsgründung von 1871 kommentierte Friedrich Stoltze mit spitzer Feder, schließlich entsprach diese so gar nicht seinen Idealen als überzeugtem Republikaner und Demokraten.

Seit 1978 gibt das Stoltze-Museum einen Überblick über das bewegte Leben des freiheitsliebenden Tausendsassas. Derzeit befindet es sich im Übergangsquartier auf der Galerie im Kundenzentrum der Frankfurter Sparkasse in der Neuen Mainzer Str. 49. Voraussichtlich im September 2018 wird es dann in den ehemaligen „Weißen Bock“, Markt 7, und in zwei Räume der „Goldenen Waage“, Markt 5, in die neue Frankfurter Altstadt einziehen. Möglich wird dies dank des Engagements der Frankfurter Sparkasse und der Stiftung der Frankfurter Sparkasse, die mit dem Stoltze-Museum seit 38 Jahren einen wichtigen kulturellen Beitrag für die Frankfurter Bürger und die der Region leisten.

Bis der Umzug vollzogen ist, gewinnt man aber auch auf der Galerie im Kundenzentrum und im eigens eingerichteten Stoltze-Zimmer einen guten Überblick über das Werk und das Wirken Friedrich Stoltzes. Die Besucher sehen Original-Möbel und Exponate aus dem persönlichen Nachlass des Dichters, zahlreiche historische Fotografien und Zeichnungen. Ausgewählte Textstellen komplettieren die Dauerausstellung und ermöglichen eine umfassende zeitliche Einordnung. Wechselnde Sonderausstellungen beschäftigen sich mit einzelnen Aspekten in Stoltzes literarischem Werdegang. So wie im wahren Leben Stoltzes nimmt Otto von Bismarck auch im musealen Umfeld einen breiten Raum ein. Schließlich war der spätere Reichskanzler der politische Hauptgegner des freiheitsliebenden Schriftstellers. Mehre Male musste sich Stoltze wegen seiner Texte in der von ihm herausgegebenen satirischen Wochenzeitschrift „Frankfurter Latern“, seinem literarischen Hauptwerk, wegen Majestäts- oder Bismarckbeleidigung vor Gericht verantworten und wurde verurteilt. Zusätzliche Sonderausstellungen, Vorträge, Führungen oder Lesungen greifen weitere Aspekte von Stoltzes Leben auf und komplettieren das Bild dieses Freigeists.

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