Rhein-Main-Gebiet

Förderverein ALONDRA INSTITUTE e.V.
Address: Uhlandstraße 21
60314
Vita:

HINWEIS: Für die Richtigkeit der Informationen auf dieser Mitgliederseite ist die jeweilige Institution, wie unter „Kontaktdaten“ veröffentlicht, verantwortlich und haftbar.

Zusatz:
Förderverein Alondra Institute e.V. c/o Doris Lerche
Stadt:
Frankfurt am Main
Telefonnummer:
(0 69) 49 50 856
FörderVerein PetriHaus e.V.
Address: Am Rödelheimer Wehr 15
60489
Vita:

Der FörderVerein PetriHaus wurde 1998 mit dem Zweck gegründet, das vom Verfall bedrohte his­tori­sche Petrihäuschen zu retten. Dieses architek­to­ni­sche Kleinod wurde fachgerecht restauriert und im Jahr 2002 mit dem Deutschen Denkmalpreis aus­gezeichnet. In den Lebenserinnerungen der Bettine-Tochter Maxi­miliane von Arnim (spätere Gräfin Oriola) fin­den wir eine detaillierte Beschreibung der Innen­ein­richtung von Georg Brentanos Eremitage. Das heutige Brentano-Museum im ersten Stock des Gebäudes greift die private Atmosphäre dieser Zeit auf und zeigt u.a. Gemälde und Erinnerungsstücke der Familie Brentano. Der FörderVerein bietet zudem jedes Jahr ein vielfältiges literarisches Programm an. Georg Brentano, der älteste Bruder der Romanti­ker-Geschwister Clemens und Bettine, erwarb im Mai 1808 in Rödelheim ein klassizistisches Landhaus, an dessen Plänen nachweislich der junge Goethe mitgewirkt hat. Im Laufe von vierzig Jahren vergrößerte Brentano Stück für Stück seinen Besitz, um entlang der Nidda einen englischen Landschaftspark entstehen zu lassen. 1819 gelang es ihm nach jahrelangem Bemühen, das Kutscherhaus von Bäcker Petri in sein Gelände zu integrieren. Die Umgestaltung des einfachen Fachwerkhauses in ein klassizistisches Schweizerhaus ließ er vom preußischen Hofbaurat Schinkel durchführen. Seine Besucher empfing Georg Brentano im großzügigen Landhaus oder bei eleganten Festen in seinem Musikpavillon im Park. Beide existieren heute nicht mehr. Neben der Frankfurter high society wird von Besuchern aus ganz Deutschland berichtet: Goethe und die von Willemers, die Brüder Grimm, Fürst Pückler, der Kreis der Romantiker, die Sängerin Henriette Sontag, Adele Schopenhauer, Mitglieder der Frankfurter Nationalversammlung und viele mehr. Neben dem Petrihäuschen steht Deutschlands ältester Ginkgobaum mit Bezug zu Goethes berühmtem Gedicht „Ginkgo biloba“ im West-östlichen Divan.
Marianne von Willemer, die mit Georg Brentanos Töchtern Claudine und Sophie eng befreundet war, hat in späten Jahren Herman Grimm auf Claudines Landgut bei Gießen ihre Mitautorenschaft am Divan eingestanden.

Öffnungszeiten:
Februar bis November, jeden letzten Sonntag des Monats, 14:00 – 18:00 Uhr

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Zusatz:
FörderVerein PetriHaus
Stadt:
Frankfurt am Main
Telefonnummer:
(0 69) 78 07 84 88
FörSteR – Förderverein der Stadtteilbibliothek Rödelheim e.V.
Address: Schenckstraße 64
60489
Vita:

FörSteR in der Bibliothek? Aber sicher: Was will der „FörSteR“?
FörSteR, der Förderverein der Stadtteilbibliothek Rödelheim e.V. möchte den Zugang zu Medien – zu Büchern, Zeitungen, Zeitschriften, CDs, DVDs und Spielen – unabhängig vom Geldbeutel allen Be­völ­kerungsschichten ermöglichen. Vor allem Kinder und Jugendliche können sich nicht alles kaufen. Daher sind die Angebote der städtischen Bü­che­reien mehr als notwendig. Die Stadtteilbibliothek Rö­del­heim erfüllt diese Funktion. FörSteR un­ter­stützt die­se Arbeit, macht die Angebote der Stadt­teil­bibliothek bekannt, wirbt für ihre Nutzung und hilft mit, dass die Bücherei auch weiterhin ihre Aufgaben erfüllen kann. Mit Autorenlesungen und Veranstaltungen – auch in Kooperation mit anderen Organisationen im Stadtteil – möchten wir das kulturelle Leben in Rödelheim bereichern.

Was tut der „FörSteR“?

  • Bücherflohmarkt in der Stadtteilbibliothek an jedem ersten Samstag im Monat
  • Bücherstand bei den Rödelheimer Stadtteilfesten
  • Veranstaltungen und Lesungen in Zusammenarbeit mit der Stadtteilbibliothek
  • Lesepatenschaften für das Kinderprogramm der Bücherei
  • Finanzierung von Büchern, Spielen, CDs, DVDs und Sachspenden für die Stadtteilbibliothek, die über den allgemeinen Anschaffungsetat hinausgehen.Was braucht der „FörSteR“?
    Ihre Unterstützung – nicht nur durch Geld- oder Sachspenden, sondern auch durch aktive Mitarbeit im Verein. Sie sind herzlich willkommen!

    Bücherspenden für den „FörSteR“
    Wer sein übervolles Bücherregal entlasten möchte, dessen gut erhaltene Bücher nehmen wie in der Stadt­teil­bibliothek gern als Spende entgegen. Wir verkaufen Ihre Bücher auf den regelmäßigen Bü­cher­floh­märkten des FörSteR. Der Erlös kommt der Bücherei zugute. Anschaffungen der Stadtteilbibliothek durch Spenden des FörSteR tragen einen Aufkleber: „Gespendet von FörSteR e.V.“

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Zusatz:
FörSteR – Förderverein der Stadtteilbibliothek Rödelheim e.V. c/o Herr Helmut Furtmann
Stadt:
Frankfurt am Main
Telefonnummer:
(069) 7 89 54 50
Frankfurter Buchmesse
Address: Reineckstraße 3
60313
Vita:

Die Literaturstadt Frankfurt wäre nicht ohne ihre Verlage denkbar – aber auch nicht ohne die Frank­furter Buchmesse, die weltweit größte und be­deu­tendste. Seit nunmehr 60 Jahren Jahren treffen sich Verleger und Autoren, Leser und Verkäufer, Besucher und Anbieter, kurz: trifft sich die Bran­che am Main, um Kontakte zu knüpfen, Geschäfte zu machen, neue Ideen zu entwickeln und die Zukunft des Mediums Buch zu gestalten und auszu­bauen. Die Zahlen sprechen für sich – auf 172.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche prä­sen­tie­ren sich an fünf Tagen mehr als 7.000 Aus­steller aus rund 108 Ländern. Die Zahl der Besucher nähert sich immer wieder der Marke von 300.000 – eine stolze Zahl. Die Frankfurter Buchmesse ist wie die Stadt Frankfurt: weltoffen und international. Mit der gesonderten Einladung eines Ehrengasts eröffnet die Buchmesse der Literatur und Kultur eines Landes oder einer Kulturregion die Möglichkeit, sich und seine Besonderheiten in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken.
Die Frankfurter Buchmesse ist weit mehr als ein fünftägiges Ereignis. Mit ihren nationalen und inter­nationalen Aktivitäten ist sie über das ganze Jahr engagiert und begreift sich als eine Schnittstelle zur internationalen Verlagswelt; als eine Plattform, auf deren Basis die deutsche Buchkultur ihre Aktivitäten und Produkte weltweit vernetzen kann. In Zeiten der wirtschaftlichen Globalisierung bedarf es auch der kultu­rellen Zusammenarbeit. Die leistet die Frankfurter Buchmesse beispielsweise über die Buchinfor­mations­zentren in Moskau, Warschau, Bukarest, Peking und die German Book Offices in New York und New Dehli. Diese Kontaktbüros sollen die Zusammenarbeit zwischen deutschen und ausländischen Verlagen ermöglichen. In den Buchinformationszentren werden zudem in enger Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Lesungen und Ausstellungen organisiert, Verleger- und Buchhändlerseminare angeboten, Rechte- und Lizenzgeschäfte angebahnt. Zudem ist die Frankfurter Buchmesse seit dem Jahr 2006 Mitausrichter der Cape Town Fair in Kapstadt. Die Verlagsstadt Frankfurt ist nicht ohne die Buchmesse vorstellbar – und die Buchmesse nicht ohne die Verlage. An keinem anderen Ort zeigen sich die Wechselwirkungen von ausdifferenzierter kultureller Produktion und deren Vermarktung in so enger Verzahnung und auf so kleinem Raum wie hier. Unter anderem das macht Frankfurt zu einer so spannenden Metropole.

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Fax:
(069) 21 02-227/-277
Zusatz:
Frankfurter Buchmesse, Ausstellungs- und Messe GmbH
Stadt:
Frankfurt am Main
Telefonnummer:
(069) 21 02-0
Frankfurter Immigrationsbuchmesse e.V.
Address: Franziska-Kessel-Str. 21
60439
Vita:

Die Frankfurter Immigrationsbuchmesse ist sowohl eine Literaturveranstaltung als auch eine Veranstaltung zur Interkulturalität, die seit 2010 veranstaltet wird.

Die Immigrationsbuchmesse ist eine wichtige Plattform für die Migrationsverlage der Region und für ihre Autoren, die hier ein Forum finden, auszustellen und ins Gespräch zu kommen. Die Leser*innen, Zuschauer und Gäste erhalten viel Anregung, sich über Themen rund um Flucht, Migration und Integration vorurteilsfrei auszutauschen. Die Besucher sind Einwanderer aus diversen Herkunftsländern, viele Interessierte kommen aus Deutschland. Mithilfe von Lesungen und Vorträgen erhalten sie vielfältige Eindrücke von Schriftsteller*innen zum „Anfassen“. Schulklassen und Lehrer werden ganz besonders einbezogen.

Anfang 2017 wurde ein neuer Verein gegründet, der ausschließlich die Ausrichtung der Immigrationsbuchmesse als Aufgabe hat. (Zuvor hat die Deutsch-bengalische Gesellschaft dies neben anderen Aufgaben mitübernommen.) Der neue Verein trägt den Namen Frankfurter Immigrationsbuchmesse e.V. Er arbeitet überregional mit dem Ziel, Referenten und Verlage aus allen Herkunftsregionen der Welt zusammenzubringen.

Stadt:
Frankfurt am Main
Telefonnummer:
069 58 94 47 (Hamidul Khan, Vorsitzender)
Freies Deutsches Hochstift
Address: Großer Hirschgraben 23-25
60311
Vita:

Goethes Elternhaus am Großen Hirschgraben zählt zu den berühm­testen und beliebtesten Dichter-Gedenkstätten Deutschlands. Weniger bekannt ist, dass das Goethe-Haus einer literarisch-wissenschaftlichen Gesellschaft gehört: dem Freien Deutschen Hochstift. Es vereinigt in sich Memorialstätte, Gemäldegalerie, Handschriftenarchiv, Graphische Sammlung und Bibliothek. Die 1859 gegründete Institution mit dem Doppelnamen ist eines der ältesten literatur- und kunst­wissen­schaft­lichen Forschungsinstitute Deutschlands, in dessen Verantwortung eines der ältesten deutschen Literatur­museen liegt. In die Öffentlichkeit wirkt die Institution außer mit dem Goethe-Haus und dem Goethe-Museum, die Jahr für Jahr etwa 100.000 Besucher aus aller Welt anziehen, in erster Linie mit einem umfassenden Veran­stal­tungs­programm. Die Lesungen, Rezitationen, Vorträge, Ausstellungen und Konzerte haben nicht nur Goethe zum Thema, sondern reichen bis in die Moderne. Sie stehen nicht nur den ca. 2.000 Mitgliedern offen, sondern allen interessierten Gästen. Das Goethe-Haus bildet seit 1863 den anschaulichen und ideellen Mittelpunkt der Institution. Als eine genaue Rekons­truk­tion des im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstörten Baus, den Johann Caspar Goethe, der Vater des Dichters 1755/1756 errichtete, dokumentiert es in sechzehn Räumen auf vier Etagen die häusliche Welt, in der Johann Wolfgang Goethe seine Kindheit und Jugend verlebte. Da das gesamte Inventar rechtzeitig ausgelagert wurde und den Krieg ohne Schaden überstand, vergegenwärtigt das Haus die Lebens­welt einer wohlhabenden Bürgerfamilie in der Mitte des 18. Jahrhunderts. Der Wohlstand der Familie zeigt sich noch heute beispielsweise im Gemäldekabinett und in der beacht­lich umfangreichen Bibliothek, die der Vater im Laufe der Jahre anlegte. Vor allem diesen beiden Sammlungen ver­dankte der Sohn ungezählte Anregungen. Hier verfasste er seine vom „Sturm-und-Drang“ geprägten ersten Werke, darun­ter „Götz von Berlichingen“ und „Die Leiden des jungen Werthers“. Das Frankfurter Goethe-Museum, 1897 gleichzeitig mit der Bibliothek neben dem Elternhaus des Dichters errichtet, ist eine Galerie der Goethezeit, die Goethes Verhältnis zu Kunst und Künstlern seiner Epoche veranschaulicht. Darüber hinaus stellt es den Dichter und seinen Wirkungskreis im Bild vor. Der bildenden Kunst maß Goethe, der selbst Zeichner und Sammler war, zeit seines Lebens größte Bedeutung zu. Die vierzehn Räume des Museums bieten einen Rundgang, dessen Spektrum von den Frankfurter Malern des Spätbarock bis zur deutschen Romantik reicht und so bedeutende Namen wie Johann Heinrich Füssli, Angelica Kauffmann, Jacob Philipp Hackert, die Malerfamilie Tischbein und Caspar David Friedrich einschließt. Das Handschriftenarchiv (etwa 40.000 Einheiten von Goethe und seinen Zeitgenossen, den Romantikern, vor allem Novalis, Clemens von Brentano, Bettine und Achim von Arnim und Joseph von Eichendorff), die Graphische Sammlung (ca. 15.000 Objekte) und eine öffentlich zugängliche auf die Zeit von 1740 bis 1840 konzentrierte Spezialbibliothek rund um Goethe und die Romantik (ca. 100.000 Bände) dienen der Erfor­schung der Goethezeit, ein großes Hofmannsthal-Archiv der der Klassischen Moderne. Das Freie Deutsche Hochstift gibt ein Jahrbuch heraus und besorgt die Frankfurter Ausgabe der Werke und Briefe Clemens Brentanos sowie die kritische Ausgabe der Werke Hugo von Hofmannsthals, dessen Bibliothek 1968 ebenfalls in die Bibliothek des Freien Deutschen Hochstifts gelangte.

Öffnungszeiten des Goethe-Hauses und des Goethe-Museums:
Montag bis Samstag, 10:00 – 18:00 Uhr; Sonn- und Feiertage, 10 – 17:30 Uhr

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Fax:
(0 69) 138 80-2 22
Zusatz:
Freies Deutsches Hochstift, Frankfurter Goethe-Museum
Stadt:
Frankfurt am Main
Telefonnummer:
(0 69) 138 80-0
Horst Bingel-Stiftung für Literatur e.V.
Address: Wiesenau 10
60323
Vita:

Die „Horst Bingel-Stiftung für Literatur e.V.“ wurde im Dezember 2009 gegründet und hat 2010 ihre Ar­beit aufgenommen. Sie widmet sich der För­derung der Kultur, vorrangig der der Literatur und nimmt damit das Anliegen des Namensgebers auf, der sich stets um den Kontakt zwischen Autoren und ihren Lesern, Lesern und ihren Autoren bemüht hat. Horst Bingel war nicht nur Autor sondern auch Herausgeber, der mit der „Streit-Zeit-Schrift“ Autoren ein Forum zur Auseinandersetzung mit den Fragen der Zeit gab. Er hatte in den 60ern mit dem „Frankfurter Fo­rum für Literatur e.V.“ Lesungen in Fabrikhallen und auf U-Bahn-Baustellen veranstaltet, Litfasssäulen mit Literatur geschmückt, anlässlich der Buchmesse Literatur-Trams durch Frankfurt fahren lassen und – da­mals nahezu undenkbar – Treffen zwischen west- und osteuropäischen Autoren organisiert. Hier gäbe es dem Wunsch des Namensgebers entsprechend einiges wiederzubeleben. Die Gründungs­mit­glie­der der „Horst Bingel-Stiftung für Literatur e.V.“ – Barbara Bingel, Harry Oberländer, Jürgen Riese (Vor­stand); Anne Chavez-Siebenborn, Thomas Langenfeld (Beisitzer); Herbert Begemann (in Vollmacht für die Stadt Maintal), Sigrid Bergmann, Prof. Dr. Heiner Boehncke, Ernst Buchholz, Peter Caligari, Agnès Schil­linger, Walter Todt – konzentrieren sich zunächst auf die Gewinnung eines eigenen Profils. Dazu gehören das Zugänglichmachen unbekannter wie auch vergessener Werke von Autoren der Gegenwart, die Förderung junger Autoren, die Unterstützung literaturwissenschaftlicher Forschungsarbeiten, die Initiierung und Durchführung literaturwissenschaftlicher Vorträge, die Initiierung und Durchführung von Autoren­le­sun­gen, die Initiierung und Durchführung von Literaturworkshops, die Vermittlung des Gedan­ken­aus­tauschs zwischen Schriftstellern und (Nachwuchs-) Publikum. Im August 2010 wurde mit der „Ersten Hochstädter Lyriknacht in Erinnerung an Horst Bingel“, einer Lese­nacht mit Wulf Kirsten und vielen anderen Autoren sowie musikalischer Begleitung und kulinarischem Hintergrund, der Grundstein für eine Veranstaltungsreihe gelegt, die im zweijährigen Turnus wiederholt werden wird. Am 29.05.2011, am „Tag für die Literatur“ erinnerte die Stiftung in Kooperation mit dem „Hessischen Literaturforum im Mousonturm e. V.“ unter dem Titel „Die Koffer des Felix Lumpach“ an die Li­te­ratur des Namensgebers und konnte dazu die Verfilmung der Titelgeschichte zeigen. Seit 2014 vergibt die Stiftung gemeinsam mit ver.di und dem VS Hessen alle zwei Jahre den „Horst Bingel-Preis“ an Autorinnen und Autoren, deren Werk literarische Qualität mit gesellschaftspolitischem Engagement verbindet.

Bisherige Preisträger/-innen:

2014 – Nadja Küchenmeister
2016 – Gila Lustiger

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Stadt:
Frankfurt am Main
Telefonnummer:
(069) 70 76 86 01
Internationale Multatuli Gesellschaft Ingelheim
Address: Blumenstraße 26
35463
Vita:

2. März 1820 – 19. Febr. 1887 Multatuli (d.i. Eduard Douwes Dekker) wird 1820 in Amsterdam geboren, er lebt von 1839-1857 als leitender Kolonialbeamter in Niederländisch-Indien, dem heutigen Indonesien. Hier macht er die wich­tigen Erfahrungen, die er später in seinen Werken verarbeiten sollte; insbesondere wächst in ihm die Empörung über die koloniale Ausbeutung und Miss­handlung der Eingeborenen, der er in dem in weni­gen Wochen geschriebenen Roman „Max Havelaar“ (1860) Ausdruck verleiht, den er unter dem Pseu­do­nym Multatuli (d.h. ich habe viel ertragen) veröffentlicht. Der autobiographische Roman mit dem Untertitel: „Die Kaffeeversteigerungen der Holländisch-Ostindischen Companie“, lässt die schreck­liche, barbarische Gewalt gebrauchende Politik der kolonisierenden Europäer lebendig werden. Seinem Helden Max Havelaar steht der Pfeffersack Droogstoppel gegenüber, der Multatuli zu dem Stoßseufzer bringt: „Mein Unglück ist, in Holland geboren zu sein, einem Land, wo nur eine Macht herrscht, ein Glaube, ein Gott: das Geld! Multatuli will, dass die Menschen Brot haben – Brot, Fleisch und Lust am Leben.“ Während der letzten 30 Jahre seines Lebens führt er ein unstetes Wanderleben als Journalist, Schriftsteller und Vortragsredner in den Niederlanden, Belgien und Deutschland: Bad Homburg, Mainz, Kassel, Köln, Koblenz, Frankfurt sind von 1858-1868 einige der Stationen seiner Odyssee. In seiner Heimat ungeliebt, verbringt er die letzten 17 Jahre bis zu seinem Tod fast ausschließlich in Deutschland. Die ruhigste Periode seiner zweiten Lebenshälfte werden für ihn die fast neun Jahre, die er von 1870-1879 in Wiesbaden wohnt. In diesen Wiesbadener Jahren schreibt er rund zwei Fünftel der zu seinen Lebzeiten veröf­fent­lichten Werke, insbesondere die Millionenstudien und die letzten fünf Bände der Ideen; so erreicht er erstmalig auch finanziell eine gewisse Sicherheit. Nach einem anderthalbjährigen Aufenthalt in Geisenheim am Rhein zieht Dekker 1881 nach Ingelheim am Rhein, wo er 1887 stirbt. Multatuli lässt sich als einer der ersten Holländer in Gotha einäschern. Das Hotel Multatuli, in seinem Wohn- und Sterbehaus, bewahrt heute sein Andenken. Multatuli wurde um 1900 auch in Deutschland intensiv gelesen; Sigmund Freud, Hermann Hesse und Klaus Mann zählten den holländischen Schriftsteller und Philosophen zu ihren Lieblingsautoren. Während er in den Niederlanden auch heute noch zur gymnasialen Pflichtlektüre gehört, ist er in Deutschland zu Unrecht nahezu unbekannt geworden. Die aufklärerischen und humanistischen Ideale, für die er sich in seinen Werken wie in seinem Leben unermüdlich einsetzte, sind weiter von großer Aktualität und erfrischende Anregungen für einen kritischen Diskurs. Gerade in einer Zeit globaler Vernetzung bleibt die Erinnerung an Multatuli unverzichtbar; er verbindet Europa und den Fernen Osten. Er hat lange vor den postkolonialen Debatten (Stichwort: Eurozentrismus) den europäischen Kolonialherren den kritischen Spiegel in einer unvergleichlich poetischen Sprache nachdrücklich vorgehalten.

Ein Blick in seine Aphorismen kann am ehesten zeigen, was man erwarten darf, wenn man ihn liest:
„Die wahre Gleichheit besteht nicht darin, dass alle gleiche Röcke tragen, sondern daß jeder einen Rock hat, der ihm passt.“
„Wer zufrieden ist mit seiner Arbeit, hat Grund zur Unzufriedenheit mit seiner Zufriedenheit.“
„Een parrelduiker vreest den modder niet.“ (Ein Perlentaucher fürchtet nicht den Sumpf.)
„Es gab immer mehr Schafe als Wölfe. Der Grund ist einfach. Jeder Wolf braucht viele Schafe, um einigermaßen auskommen zu können.“
„Wenn ein Läufer ein Bein bricht, ist große Freude bei den Kriechern.“
„Die Bestimmung des Menschen ist Mensch zu sein.“ (De roeping van de mens is mens te zijn.)

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Fax:
(0 64 04) 95 07 41
Zusatz:
Internationale Multatuli Gesellschaft Ingelheim c/o Prof. Dr. Erwin Leibfried
Stadt:
Fernwald
Telefonnummer:
(0 64 04) 6 46 56
Internationale Philipp Mainländer-Gesellschaft e.V.
Address: Bischofsheimer Weg 26A
63075
Vita:

Der Offenbacher Philosoph Philipp Mainländer (1841 – 1876) wurde in der Waldstraße in einem heute nicht mehr exis­ten­ten Gebäude mit der Hausnummer 27 geboren. Sein Geburts­haus lag also an der westlichen Begrenzung des Gebietes der Östlichen Innenstadt. Grund genug, in Offenbach an diesen Vertreter des Philosophischen Pessimismus zu erin­nern. Mit der am 5. Oktober 2004 – dem Geburtstag Mainlän­ders – erfolgten Einrichtung einer „Mainländer-Bücher- und Lese­ecke“ im Archiv im Haus der Stadtgeschichte, einem Essay-Wettbewerb und den Informationen im Internet will die Stadt Offenbach zum Gedenken an Philipp Mainländer und zur Auseinander­setzung mit Leben und Werk eines Denkers beitragen, den der Mainländer-Forscher und -Herausgeber Dr. Winfried H. Müller-Seyfarth als „philosophiegeschichtliches Bindeglied zwi­schen Schopenhauer und Nietzsche“ würdigt.

Die am 28.11.2005 gegründete Internationale Philipp Main­län­der-Gesellschaft ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein mit Sitz in Offenbach am Main. Zweck der Gesellschaft ist, das Studium der Werke des Offenbacher Philosophen und Dichters Philipp Mainländer anzuregen, die Sammlung und Erforschung von Originalmanuskripten aus dem Kontext Philipp Mainländers zu unterstützen sowie das Verständnis und die Auseinandersetzung mit diesem Autor unter besonderer Berücksichtigung seiner internationalen Wirkung zu fördern. Die Erreichung der Vereinsziele wird gefördert durch die Herausgabe der regelmäßig erscheinenden Main­länder-Studien, die an die Mitglieder verteilt und durch den Buchhandel auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Darüber hinaus organisiert die Internationale Philipp Mainländer-Gesellschaft e.V. Ta­gun­gen, Seminare, Vortragsveranstaltungen und Ausstellungen. Der Verein bildet auch Lesekreise, Orts­ver­ei­nigungen und Sektionen und arbeitet mit Forschungsinstituten, der Schopenhauer-Gesellschaft e.V. sowie weiteren philosophisch-literarischen Gesellschaften zusammen. Die Internationale Philipp Mainländer-Gesellschaft lädt zu folgenden Aktivitäten in Offenbach und anderswo ein:

  • Lesungen
  • Vorträge und Tagungen
  • Führungen auf den Spuren Mainländers
  • Ausstellungen
  • Diskussionen zu aktuellen Themen
  • Buchvorstellungen

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Fax:
(0 69) 86 15 90
Zusatz:
Internationale Philipp Mainländer-Gesellschaft e.V. c/o Dr. Thomas Regehly
Stadt:
Offenbach
Telefonnummer:
(0 69) 86 78 73 72
Kulturgesellschaft Bergen-Enkheim mbH
Address: Marktstraße 30
60388
Vita:

Die ursprünglich selbstständige Stadt Bergen-Enk­heim gründete zusammen mit dem Vereinsring und der Evangelischen Kirchengemeinde im Dezember 1976 die Kulturgesellschaft Bergen-Enkheim mbH mit dem Ziel, ihr kulturpolitisches Konzept in größt­mög­licher Eigenständigkeit auch nach der Einge­mein­dung nach Frankfurt am Main (1.1.1977) fort­setzen zu können und darüber hinaus zu verhin­dern, dass Bergen-Enkheim in der Anonymität der Großstadt untergeht. Der Gesellschaft obliegt die Organisation und Durchführung kultureller Veran­stal­tungen im Stadtteil Bergen-Enkheim. In Zusammenarbeit mit unterschiedlichsten Kooperationspartnern entstehen Programme, die dem Stadtteil auch dadurch seine eigene Prägung geben. Mit dem Berger Markt und dem Stadtschreiberfest organisieren wir alljährlich in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung Frankfurt diese beiden wichtigen traditionellen Feste, die große überörtliche Bedeutung haben und Tausende von Besuchern in das große Festzelt und auf den Berger Marktplatz locken.

Stadtschreiberpreis
Der Stadtschreiberpreis wurde 1974 gegründet, als Bergen-Enkheim noch selbstständig war. Er war der erste Literaturpreis dieser Art im deutschsprachigen Raum. Er hat inzwischen viele Nachahmer gefunden. Die Bedeutung des Preises resultiert aus der Auswahl der Autoren und ihrer herausragenden Bedeutung für die deutschsprachige Literatur. Der „Erfinder“ des Stadtschreiberamtes war der Schriftsteller Franz Joseph Schneider, Bergen-Enkheimer Bürger und Gründungsmitglied der legendären „Gruppe 47“. Es war seine Idee, freien Schriftstellern die Möglichkeit zu geben, ein Jahr lang finanziell sorgenfrei zu leben. Mit der Annahme des symbolischen Amtes sind keinerlei Verpflichtungen verbunden. Dies hat wesentlich zum Gelingen des Preises beigetragen. Er beinhaltet die Überlassung des Häuschens „An der Oberpforte 4“ für ein Jahr und ein Preisgeld von derzeit 20.000,- €. „Sein Einfall war so großartig wie verblüffend einfach. Die Kommunen sollten, so schlug er mutig vor, das symbolische Amt eines Stadtschreibers schaffen und finanzieren. Und es gelang ihm, die Kommunal­politiker seines Wohnortes, eben Bergen-Enkheim, für den Gedanken zu gewinnen.“
(Marcel Reich-Ranicki in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung) In dreißig Jahren „Stadtschreiberei“ haben sich die Bergen-Enkheimer ihre Autoren im wahrsten Sinne „er­le­sen“ – abgesehen von persönlichen Begegnungen bei Lesungen. Es gibt seit 1978 einen Volkshoch­schul­kurs, der sich mit den Werken der Preisträger auseinandersetzt. Der Stadtschreiber hat auch die Möglichkeit Schriftsteller einzuladen.

„Literatur als Volksfest“, die alljährliche Amtseinführung mit literarischen und politischen Reden u.a. von Max Frisch, Walter Jens, Alfred Grosser, Adolf Muschg – im letzten Jahr Wilfried F. Schoeller – ist der Höhepunkt zum Auftakt des „Berger Marktes“.
Über die Vergabe des Preises entscheidet eine neunköpfige Jury, bestehend aus drei anerkannten Persönlichkeiten des Literaturwesens, dem Preisträger des Vorjahres, vier sachkundigen Bürgern aus Bergen-Enkheim sowie dem Ortsvorsteher des Ortsbezirks 16 als Vorsitzendem.
Im Rahmen dieses Preises haben wir uns außerdem zur Aufgabe gemacht, flankierend Lesungen im Stadtteil anzubieten.
Ein Kinderkulturprogramm wird zusammen mit der Saalbau GmbH im Winter angeboten. Mehrere Kleinkunst- und Kabarettveranstaltungen, Oldies Live im Kleingarten und die Organisation der Bergen-Enkheimer Serenade runden das Programm ab.

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Fax:
(0 69) 2 12-4 12 90
Zusatz:
Kulturgesellschaft Bergen-Enkheim mbH, Literaturpreis „Stadtschreiber von Bergen“
Stadt:
Frankfurt am Main
Telefonnummer:
(0 69) 2 12-4 12 40/ -4 12 76